Katzenschnupfen

  • - was ist das?


    Unter versteht man im Allgemeinen eine ansteckende Krankheit des Magen-Darm-Traktes und der Schleinhäute des Atemweges und des Kopfes der Katze. Dabei handelt es sich bei der um einen Sammelbegriff (Symptomenkomplex) für verchiedene Virus- und Bakterienerkrankungen, ausgelöst unter anderem durch:

    • Herpesviren
    • Caliciviren
    • Chlamydien
    • Bordetellen
    • Mycoplasmen

    Als synonyme Bezeichnungen für den werden unter anderem verwendet:

    • (wobei es hier durchaus Unterschiede gibt)

    Unabhängig vom auslösenden Erreger zeigt sich bei allen Formen der im Blutbild ein starker Abfall der Leukozyten (weissen Blutkörperchen). Dadurch sind die Abwehrmechanismen des Organismus stark eingechränkt und es kommt zu Sekundärinfektionen. In schlimmen Fällen kann die Krankheit innerhalb von 24 Stunden bis 5 Tagen zum Tod des Tieres führen. Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 3 bis 5 Tage.



    - woran erkenne ich es?


    tritt verstärkt bei Jungkatzen im Alter bis zu 2 Jahren auf. Oft mit Erbrechen und Fieber bis zu 41°C beginnend deuten eine Vielzahl von Symptomen auf hin:

    • Erbrechen
    • Fieber
    • Husten, Niesen, Verkleben der Augen und Nasenlöscher
    • Augen- und Nasenausfluss
    • tlw. Unfähigkeit zur Futter- und Wasseraufnahme
    • Dehydration (Austrocknung)
    • Zungenrandgeschwüre
    • Zungenspitzennekrose
    • ab und zu Durchfälle (wässrig bis blutig)
    • unangenehmer Rachengeruch
    • Aborte
    • etc.

    Insgesamt ist das kranke Tier ein Bild des Jammers und der Gang zum Tierarzt oder Tierheilpraktiker sollte unmittelbar erfolgen. Hier sollte man neben der symptomatischen Diagnostik auf einem Erregernachweis bestehen um eine gezielte Behandlung einleiten zu können.



    - was kann ich tun?


    Neben dem unbedingt einzuhaltenen Therapieplan des Tierarztes oder Tierheilpraktikers hat auch der Patientenbesitzer eine Reihe von Möglichkeiten seinem Tier Erleichterung zu verschaffen und die Genesung positiv zu beeinflussen. Im Vordergrund stehen hierbei Rehydration, Fütterung und Freihaltung der Atemwege.



    Rehydration und Fütterung:


    Um eine weitere Austrocknung zu verhindern ist auf eine suppige Fütterung umzustellen. Sollte der Katze eine Wasser- und Futteraufnahme nicht mehr möglich sein kann ihr mittels Spritze (ohne Kanüle) Wasser in kleinen Portionen in den Fangwinkel gegeben werden. Dadurch ist es ihr möglich, dass Wasser ohne Zungenbewegung abzuschlucken. In gleicher Weise erfolgt die Ernährung, indem wir der Katze kleine Fleischkügelchen in den Fangwinkel geben, damit sie auch diese ohne Zungenbewegung abschlucken kann.



    Freihaltung der Atemwege:


    Die Freihaltung der Atemwege erfolgt am einfachsten über eine Inhalationstherapie. Dies lässt sich am einfachsten bewerkstelligen, indem man das Tier in einen Kob setzt, welcher mit einem Tuch abgedeckt über einer Schüssel mit heissem Wasser aufgestellt wird. Als Inhalationszusätze eignen sich hier:

    • Kamille
    • Salz

    Im Anschluss an die Inhalation ist die Katze abzutrocknen und mindestens für die nächsten 2 Stunden in einem zugfreien Raum unterzubringen, um weitere Erkältungen auszuschliessen. Sind von Seiten des Tierarztes oder Tierheilpraktikers Nasensprays verschrieben worden, erfolgt die Verabreichung am Einfachsten mittels Watteträger. Dazu wird der Watteträger mit dem Spray befeuchtet und die Schleinhäute mit diesem Watteträger abgetupft.



    weitere Therapiemöglichkeiten:


    Weitere Möglichkeiten der Katze Erleichterung zu verschaffen sind:

    • optimale hygienische Umeltverhältnisse
    • nach Möglichkeit gewohnte Umgebung und intensive Betreuung
    • mehrmals tägliche feuchte Reinigung der Augen und Nasenöffnungen
    • Spülung der Mundhöhle mit warmer physiologischer Kochsalzlösung
    • Erweiterung der Haltungsdichte wegen der Reinfektionsgefahr

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