Erhöhter Harnstoffwert-Anpassung der Futterzusammensetzung-Verteilung?

  • Hallo zusammen!


    Mein Hund hat vor zwei Wochen ca. 15 Minuten nach der Abendfütterung angefangen zu zittern und hat dann auch erbrochen(einmal, dafür eine sehr große Menge). Dann wurde das zittern heftiger, er wurde taumelig, konnte nicht mehr koordiniert geradeauslaufen, hat gehechelt und gespeichelt. Beim Tierarzt bekam er sofort eine Infusion und Blut abgenommen. Hier war Crea nicht erhöht, Urea lag aber ausser der Norm mitt 99,2(Ref 0-54). Der TA schickte uns dann doch noch in die Klinik wo er über Nacht blieb und weiterhin Infusionen bekam. Dort wurde auch am nächsten Tag nochmal ein Blutbild gemacht, das habe ich aber leider nicht vorliegen. Es war auf jeden Fall nicht von erhöhten Werten die Rede. Mein TA fand es trotzdem sinnvoll nach 2 Wochen nochmal Blut zu nehmen um zu schauen ob die Niere evt. geschädigt ist. Das passierte jetzt vorgestern und der Urea Wert ist immer noch erhöht mit 70,3(Ref 0-54). DEr TA empfahl mir sofort Nierendiät von RC um dann in 4 Wochen nochmal Blut abzunehmen. Jetzt bin ich als barfer natürlich damit überhaupt nicht glücklich und möchte es weiter roh probieren(In Absprache mit dem TA, leider kein BARFER).


    Ich habe jetzt hier schon sehr viel gelesen und war anfangs ganz schön verwirrt, aber langsam sehe ich etwas klarer.


    Ich möchte Amadeus gerne proteinärmer und v.a. phosphorärmer ernähren, aber noch keine 100%-ige alleinige Nierendiät füttern. Erstmal möchte ich es mit Reduzierung probieren und dann die nächsten Blutwerte abwarten(er war zur Blutabnahme keine zwölf Stunden nüchtern und der Wert ist ja auch noch nicht extrem).


    Bisher barfe ich getreidefrei, würde aber evt. mal Vollkorngerste als Auffüller und ebenso Kartoffeln füttern.


    Ich bin nur sehr unsicher, in welchem Verhältnis ich alles einsetzen sollte. Kann mir da jemand weiterhelfen? Und dann habe ich an Gänseschmalz gedacht, wieviel sollte denn ein 20kg schwerer Hund davon bekommen? Zudem werde ich nur noch Muskelfleisch verfüttern und habe mir schon v. Pahema dieses Body clean angeschaut.


    Was fällt euch noch ein dazu? ?(


    Vielen Dank schon einamal für eure Mühen,


    Soddy

  • die symptome, die du beschreibst, lesen sich für mich wie eine vergiftung. hat dein hund irgendwo was aufgenommen ? wurde der in letzter zeit geimpft ?


    der harnstoffwert ist bei roh gefütterten hunden fast immer höher als die angegebenen normwerte. wenn das der einzigste wert war, der erhöht ist, würde ich mich jetzt mal nicht verrückt machen. lass deinen hund mal mindestens 12-15 stunden kein rohes fleisch fressen und kontrolliere dann den wert. erst dann würde ich mir über eine nierendiät (aber mit sicherheit nicht von rc) gedanken machen.

  • Denke Iris hat schon das wichtigste gesagt.


    Fütter deinen Hund normal, leg vor der nächsten Blutentnahme einen fleischlosen Tag ein und schau dir die Werte dann noch mal an.
    Es bringt im übrigen nichts aus Vorsorge phosphorarm zu füttern.

    Liebe Grüße Raphaela - 2. offizielles Mitglied der BARF-Sekte
    Envy the Country that has Heroes? I say, pity the Country that needs them..”
    Denton Van Zan

    :boehsemodz:

  • hat er vor dem anfall irgendwelche medikamente bekommen? z.b. wurmkur o.ä.? für mich klingen die symptome nämlich auch eher nach vergiftung oder überreaktion. waren die leberwerte ok?


    wenn ich's richtig verstanden hab', dann war die blutabnahme recht kurz nach der abendmahlzeit - d.h. er hat direkt davor gefressen?
    war er beim 2. bb am folgetag nüchtern? versuch mal an die blutwerte von damals zu kommen - der arzt/klinik haben die sicher in ihrer akte - manche schicken die auch per e-mail weiter.


    war er vorgestern bei der blutabnahme nüchtern (12 stunden)? edit: ok, hatte überlesen, daß er nicht nüchtern war.


    harnstoff ist bei frisch gefütterten hunden oft erhöht, v.a. wenn sie nicht nüchtern sind - aber der wert vom 1.bb ist schon auffällig hoch. von daher wär's interessant zu wissen, wie das 2. bb ausgesehen hat. wenn er da wieder unten war, liegt es eher an der zusammensetzung vom futter, als an nem nierenschaden. fütterst du recht viel bindegewebshaltiges fleisch und eher mager bzw. ne recht hohe futtermenge und /oder gab's das zufällig direkt vor den blutabnahmen (was hast du vor der abnahme gefüttert?)?


    liebe grüße
    kerstin

  • Vielen Dank für eure Antworten!


    Die Symptome sahen nach Vergiftung aus, die Klinik geht auch davon aus, da ansonsten keine Auffälligkeiten vorhanden waren. Er hat vorher Schmerzmittel bekommen(zwei Tage) und ca. bis 5 Tage vorher Ypozane wegen vergrößerter Prostata. Da er leider nicht auf MDR getestet war, habe wir das jetzt bei der Blutabnhame direkt mit erledigt, das Ergebnis steht noch aus.


    Ich habe seine komplette Futterration nochmal neu berechnet, aber für einen ganz gesunden Hund. Er hat vorher etwas viel Fleisch bekommen, jetzt gehe ich erstmal strikt nach Plan vor und warte das nächste Blutbild ab.


    Am Tag der "Vergiftung" hat er Schlund bekommen, ziemlich zeitnah zur späteren Blutabnahme. Er hat allerdings vorher alles erbrochen, ich weiß nicht welche Rolle das spielt.


    Ich war erstmal ein wenig panisch, sehe das jetzt aber auch eher wie ihr und warte mal das nächste BB ab.


    Vielen Dank schonmal!


    Soddy

  • nee, das siehst nicht falsch.


    andererseits, wenn die nieren chronisch schon so geschädigt sind, daß es zu ner vergiftung kommt, dann müssten auch andere werte erhöht sein - nicht 'nur' der harnstoff und das würde dann auch nicht mal eben so von alleine wieder runtergehen bzw. die symptome verschwinden - das kann dann aber nur durch schallen und ggf weitere untersuchungen geklärt werden.


    So wie's beschrieben wurde - also wenn man davon ausgeht, daß das 2. bb total unauffällig war und beim 3. bb 'nur' der harnstoff erhöht ist und sonst alle anderen werte/ quotienten ok waren und dieser anfall nur 1x aufgetreten ist, der hund also ansonsten fit ist - spricht das eher für was akutes - entweder mit den nieren oder dafür, daß was ganz anderes für den anfall verantwortlich war und der harnstoff vielleicht nur zufällig erhöht war ( z.b. durch's futter).


    bin aber kein ta und kenn die ergebnisse der bb's auch nicht...


    wenn er tatsächlich den mdr-1-gendefekt haben sollte - oder träger ist - kann der anfall u.u. auch durch die schmerzmittel gekommen sein.
    hunde mit dem defekt haben außerdem nen erniedrigten kortisolspiegel und ypozane kann den noch weiter runterdrücken - inwieweit das auswirkungen haben oder so nen anfall auslösen kann, weiß ich allerdings nicht - da müsste man sich im fall der fälle mit nem fachmann drüber unterhalten.


    liebe grüße
    kerstin

  • Ich weiß nicht, ob dies vom Mensch auf den Hund übertragbar ist ebzüglich der Symptomatik, aber gestern abend berichtete mir einen Bekannte, dass sie eine lebensbedrohliche Autoimmunerkrankung habe, die sich auch mit extremem Gewichtsverlust, Zitteranfällen, einem Ruhepuls von 130 etc. bemerkbar gemacht hat.
    Ihre SD ist entzündet gewesen, ihre Augen auch... ihre eigenen Zellen begannen, sie zu attackieren... und innerlich zu vergiften.... kann da kein Zusammenhang bestehen?

  • Hallo zusammen!


    Erstmal noch einmal vielen Dank für eure Antworten und eure Überlegungen.


    Nachdem mir das alles keine Ruhe gelassen hat, bin ich gestern zu meiner eigentlichen Tierärztin gefahren um von ihr eine Meinung zu hören, Blut nochmals kontrollieren zu lassen und ggfs. die Nieren schallen zu lassen.


    Die Blutwerte sind supergut und alle in der Norm, Leber wurde auch nochmal überprüft, alles in Ordnung.


    Ich bin so froh, dass ich nicht einfach dieses Dosennierenfutter gefüttert habe und mich selber noch informiert habe! Meine hält übrigens gar nichts von diesen Nierendiätfuttern, wir hätten ansonsten erstmal pflanzlich und homöpathisch behandelt.


    Viele Grüße,


    Soddy

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