intermittierend Erbrechen, Durchfall, teilweise Blutbeimengung

  • ich beginne hier einen thread zur dokumentation der aktuellen probleme meiner (zwergschnauzer)hündin. ich schicke voraus, dass das hier beschriebene meine persönliche erfahrung darstellt, die nicht ohne bedacht auf andere hunde übertragen werden kann - zumal der ausgang meines vorgehens noch nicht absehbar ist. ich kann mir allerdings vorstellen, dass andere durch diese darstellung entweder ermutigt werden oder auch "gewarnt" oder anregungen beziehen können.


    mitte august erbrach hund am abend unmittelbar nach dem fressen - also unverdaut - das futter (hühnermägen und - herzen vom hühnerfleischstand auf dem markt, überbrüht, apfelmus, supplemente: kräutermischung gg parasiten/zecken, cdVet fit-barf mineral, cdVet futteröl ; die gesamte tagesportion - und machte keinen versuch, es wieder aufzufressen. sie hatte allerdings ihr futter sehr rasch verschlungen und war nach einem (üblichen) fasttag ausgehungert. nach einer stunde fraß sie eine kleine portion von fertignassfutter, das ich für (zeitliche) notfälle immer im haus habe.


    wir befanden uns mitten in der august-hitzewelle mit hierzulande 35-38 grad und ohne nennenswerte nächtliche abkühlung. wir gingen nur zweimal am tag nach draußen - eineinhalb stunden am vormittag in den wald und dann wieder am mittleren abend ca. 45 minuten. ansonsten leben hinter geschlossenen vorhängen und herabgelassenen jalousien und trotzdem tagsüber 30 grad in der wohnung bei nur nächtlicher lüftung. der lange hundespaziergang führt in eine große freilaufzone mit trinkbrunnen, auwald, wiese, viel abwechslung, viel hundeverkehr. ich hatte zwar immer wasser in einer flasche mit, ließ hund aber auch am trinkbrunnen trinken. ich versuchte, immer vor ihr am brunnen zu sein und frisches wasser runterzulassen, was nicht lückenlos gelang. sie hat auch einige wenige male aus der großen pfütze getrunken, die sich rund um den trinkbrunnen gebildet hatte - und in die sie sich auch selbst gern setzte. das wasser im becken des trinkbrunnens war also nicht immer einwandfrei, zumal einige hunde dort gern ihre pfoten baden oder kleine speichelschaumbläschen auf dem wasser hinterlassen...


    3 tage später: hund ist "matsch", unruhig, hechelt auch nachts oft heftig, trinkt auch nachts, wenn wasser angeboten wird. kot: zuerst hart wie patronenhülsen, nach kurzer pause folgt dunkler, saucenartiger durchfall. therapieplan (wie üblich bei durchfall): mindestens 24 stunden fasten, danach moro'sche karottensuppe.


    2 tage später: erbrechen am morgen (fastenperiode evtl. zu lang?): hellbräunlich, wässrig. therapie: einen halben tag fasten, dann futter wie üblich. besorgnis - u.a., weil leptospirose-impfung überfällig.


    4 tage später: erbrechen am morgen (nüchtern): geringe menge, bräunlich, wässrig, aber mit zwei hellroten (schleimigen?) blutstropfen darin.
    TA aufgesucht: frische kotprobe zeigt sehr dunkle außenschicht - blut. konsistenz deutet auf langes liegen im darm. kein parasitenverdacht (optische begutachtung). diagnose: gastritis durch grasfressen, hölzchen benagen u.ä. therapie: ulcogant bzw. sucralfat (magenschutz) und famotidin (entzündungshemmend bei gastritis), mehrmals am tag kleine portionen füttern. grasfressen unterbinden.

  • (fs. 1)
    1 tag später: erbrechen am vormittag (nüchtern): geringe menge, bräunlich, wässrig, 1 blutschleimpfropf darin.
    therapie: wie vom TA verordnet.
    verhalten des hundes: normal, zum spielen aufgelegt, auf dem rückweg des großen tagesspaziergangs neuerlich erbrechen - hoher schleimanteil, kein sichtbares blut. kot: normal, tendenziell sehr fest. deutlich durst und vermehrtes trinken. appetit: normal, also ja.
    futter: 1. mahlzeit - quark, leinöl, apfelmus, supplemente: kräutermischung gg. parasiten/zecken, hagebuttenpulver. wird nicht aufgefressen. (quark-leinölmischung + obst + gequollene hirseflocken oder hundekeks, nüsse u.ä. ist ein regelmäßiges frühstück)
    2. mahzeit - kurz gekochte hühnerherzen mit bis zur matschgrenze gekochtem, unpolierter reis, alles mit wasser aufgesuppt. wird mit appetit aufgefressen.
    besorgnis, ob evtl. giftköder aufgenommen wurde. TA beruhigt.
    alles normalisiert sich.


    3 tage später: hund frisst gras! scharfkantiges, mit einer seite sich wie steigfelle anfühlend. sofortiges erbrechen: unverdautes gras, bräunliche flüssigkeit, kein sichtbares blut.
    konsultation mit TA: therapie fortsetzen, auch ulcogant bzw. sucralfat (genericum), obwohl dies auf dauer die nieren belastet. weiterhin schonkost.


    2 tage später: ich finde im hundekorb ein teilchen einer trockenen "mäusegerste" mit bräunlichem daran - blut? kot?



    3 tage später: hund frisst getrocknete distelblüten mit ca. 3 cm langen, nadelspitzen und harten stacheln! sofortiges erbrechen - nicht erkennbar, ob sämtliche teile der distel erbrochen wurden. So = kein TA. harn- und kot: normal.
    therapie: sofort nach erbrechen 1 TL gänseschmalz, um die passage evtl. distelteile zu "schmieren" und sofort magenschutz; ansonsten wie vom TA verordnet, aber magenschutz mengenmäßig halbiert (wg. nierenbelastung)
    futter: gekochtes huhn mit reis und karotten + supplemente: mineralmischung, kräutermischung gg parasiten/zecken, chlorella, cdVet futteröl.
    hund schmatzt nachts im schlaf - anscheinend viel speichel im maul.


    1 tag später: erbrechen (nüchtern) am morgen. 1. kot: normal, 2. kot: schleimig, breiig, mit blutschleimpfropf
    TA aufgesucht: frische kotprobe (von 2.) - keine parasiten (optische prüfung), aber allerlei "müll" (haare, pflanzliche fasern, etc.). kein fieber. tastuntersuchung des bauchraums: o.B., Auskultation des Herzens, Schleimhäute, etc.: alles o.B. das von mir erbetene röntgen bzw. US wegen gerätedefekt nicht möglich. TA beruhigt und empfiehlt fortsetzung der therapie unter ausschleichen des magenschutzes.
    verhalten: unauffällig, appetit: normal - dennoch besorgnis wegen fremdkörpers im verdauungstrakt (nadelspitze distelteile), also konkret befürchtung einer darmperforation o.ä.

  • (fs. 2)
    1 tag später: erbrechen (nüchtern) am morgen.
    TK aufgesucht. (referenzklinik, gerätetechnisch und auch sonst modernst ausgestattet, bestens bekannt, zs.arbeit mit vet.med.uni, in der wir v.a. chirurgische eingriffe durchführen lassen; ca. 50 km von unserem wohnort entfernt) - untersuchung mit bildgebenden methoden erbeten wg. verdachts auf fremdkörper.
    ich bekomme nach anamnese einen umfangreichen untersuchungsplan wg. verdachts auf bauchspeicheldrüsen-entzündung oder parasiten vorgelegt (kostenschätzung soll hier unerwähnt bleiben):

    • blutbild
    • sammelkotuntersuchung
    • röntgen - thorax und bauchraum
    • US
    • evtl. notwendige biopsie
    • gastroskopie
    • enteroskopie

    ich bitte um schrittweises vorgehen, wodurch sich vllt etliches erübrigen würde.
    nach 4 stunden untersuchungen:

    • blutbild unauffällig bzw. gut, aber amylase-wert ggü juni d.j. deutlich erhöht, daher externe blutuntersuchung auf spezifische pankreas-werte. (noch ausständig)
    • röntgen - o.B. (kein fremdkörper)
    • US - weitgehnd o.B., aber im bereich zwischen bauchspeicheldrüse und milz ein echogenes gebilde, das ein vergrößerter lymphknoten, eine zyste oder sonst was sein könnte. die hinzugezogene onkologin beruhigt eher, empfiehlt aber einen kontroll-US in einer woche; danach ggf. punktierung für biopsie (mit all den damit verbundenen gefahren)
    • bei diesem termin sollen auch die sammelkotprobe abgegeben und die pankreas-blutwerte besprochen werden
    • vorläufige therapie: ulcusan (magenschutz), losec (gg gastritis), metronidazol (gg. giardien, gastro-enteritis, u.a.)


    ich verlasse benommen mit hund, vet.med. dosenfutter und medikamenten die TK.
    futter: am abend - nach ganztägiger nahrungskarenz wg der untersuchungen - eine halbe dose vet.med.futter. wird gefressen.

  • (fs. 3)
    1 tag später: erbrechen am morgen (nüchtern) - bräunlich, schleimig - dosenfutter wird abgesetzt. rückkehr zur selbstgemachten schonkost.
    neuerliches erbrechen am vormittag.
    kot: 1. kot - schleimiger durchfall, 2. kot: durchfall schießt wie ein wasserstrahl aus dem hund, 3. kot: mengenmäßig geringer durchfall, aber zähschleimig, rotschwärzlich.
    telefonische konsultation mit TK wg. dosis von metronidazol - leider erst am nachmittag möglich gewesen. absetzung des vet.med.futters wird akzeptiert. medikamentöse behandlung soll fortgesetzt werden.
    futter: selbstgemachte schonkost (s.o.), versetzt mit metronidazol - wg spätem rückruf der klinik nur einmal am tag, also größere futtermenge.
    verhalten des hundes: trotz erbrechen und durchfall relativ normal, wälzt sich im gras, nimmt umwelt interessiert wahr. (das gilt für den gesamten zeitraum der "krankheit")


    1 tag später: erbrechen am morgen (nüchtern) - beschluss, metronidazol abzusetzen.
    futter: schonkost mit den anderen medikamenten wird verweigert - neuerliches erbrechen von schleim.
    telefonische konsultation mit TK: dringende empfehlung, hund zur infundierung zu bringen wg gefahr der dehydrierung.


    hund beschließt anderes:

    • ausgedehnter spaziergang durch parks, wälzen im gras, auf dem rücken liegend strampeln
    • besuch von kaffeehäusern ^^ - ich habe nur eines zugelassen; hunde flirtet vergnügt mit personal
    • normales interesse - auch akustisch deponiertes desinteresse :cursing: an anderen artgenossen
    • kein bisschen kot abgesetzt...


    ich beschließe auch etwas:

    • keine infundierung in der TK
    • absetzen sämtlicher medikamente, bevor nicht eine klare diagnose gestellt worden ist
    • versuch, den zweifelsfrei in aufruhr befindlichen verdauungsapparat meines hundes zu beruhigen - mit hausmittelchen aus meiner kinderzeit.

    futter: ab dem mittleren vormittag verabreichung von - nun pürierter - schonkost: karottensuppe + gekochtes huhn mit reis, in portionen von jeweils 1-2 EL und im zeitlichen abstand von ca. 2 stunden. hund frisst mit appetit, wartet immer schon vor der küche :hunger:


    heute: kein erbrechen. 3 EL schonkost unmittelbar nach dem aufstehen verabreicht.
    morgenspaziergang voller unternehmungslust - allerdings von mir zeitlich doch beschränkt. im gras wälzen, strampeln. fröhlichkeit - hund wird vllt ein bisschen schnell etwas müde. und dann: kot - vorbildlich geformt, fest, aber nicht hart; ordentlich "kackbraun", kein schleim. :hu:
    zuhause sofort hunger angemeldet.
    futter: frisch gekochtes hühnerfilet, karottensuppe. in sehr kleinen portionen, zimmerwarm.
    ab morgen versuch, die magensäure durch heilerde mit etwas joghurt zu binden. das ist auch der milderung der entzündung von magen und darm förderlich. heilerde versorgt jedenfalls auch mit einigen mineralstoffen, die durch die vorgänge der letzten tage gewiss fehlen.
    evtl. morgen schon, sonst übermorgen versuch, cottage cheese ins futter einzubringen.
    schrittweise und vorsichtige rückkehr zur gewohnten rohkost (fleisch allerdings zur hygienischen sicherheit überbrüht bzw. angekocht)


    so. da stehen wir heute.
    wohlgemerkt: nichts ist entschieden, da ja noch untersuchungsergebnisse ausstehen. der im raum stehende verdacht auf eine bauchspeicheldrüsenerkrankung ist durchaus plausibel. ebenso der auf parasiten wie giardien. oder auf eine chronische (?) magen-darm-entzündung. oder auf einen - noch - kleinen tumor im bereich der bauchspeicheldrüse.
    aber meine vermutung, dass es eine infektion durch verschmutztes trinkwasser (hitzeperiode!) sein könnte, die freilich auch die bauchspeicheldrüse angegriffen haben könnte, scheint mir nun etwas fundierter.ich habe mir tage- und nächtelang einiges an internistischem fachwissen angelesen. und ich bin zuversichtlich.

  • (fs 4)
    es funzt!
    heute gefüttert: joghurt + heilerde - nach einer halben stunde: "veloute" vom gekochten hühnerflügel + karotte + reis (also alles feinst passiert).
    dieses menu gab's 6 x; dazwischen ein wenig cottage cheese als leckerchen.


    kein erbrechen. kot fest - farblich vllt nicht einwandfrei, weil partienweise ziemlich dunkel. (das kann natürlich auch vom fleisch sein. irritiert nur, weil huhn hell ist - vor der verdauung.)
    körpertemperatur: im normbereich (37,95).
    verhalten und stimmung: ausgezeichnet.


    bewegungsmäßig war heute noch schontag. vllt morgen längerer spaziergang. (trotz regens)


    der verdauungsapparat scheint stabilisiert. wir machen so weiter.

  • (fs. 5)
    zu früh gefreut :down:



    gestern schon fiel mir auf, dass ihre schleimhäute sehr, sehr blass sind. temperatur und puls waren am unteren ende des normalbereichs, d.h. erreichten ihn gerade. heute morgen dann setzte sie kot ab, der zwar noch fest, aber weich war und wieder schleimauflagen zeigte



    also wieder TA (haustierarzt):
    studiert die biserigen befunde, ist ein bissel beunruhigt, weil nicht erkennbar ist, was wirklich los ist.


    äusserer eindruck: gut.
    aber schleimhäute fast weiß = nicht gut, daher bestimmung des hämatokritwerts (zellanteil des blutes): ok, also wohl keine inneren blutungen, die zu einer anämie und krise führen könnten; TA: das kommt vor, dass manchmal die schleimhäute blass sind, v.a. bei parasiten.


    schnelltest einer kotprobe auf giardien (einzellige parasiten, die auch auf menschen übertragen werden könnten und sehr, sehr lästig und ausdauernd sind): o.b. = zu 99% keine giardien. ein ausgiebiger test auf parasiten wird mittwoch in der TK mit einer 3-tage-sammelkotprobe gemacht. (TA: symptome wie bei hakenwurm, inkl. schleimkot und erbrechen).


    auch vergrößerter lymphknoten – wenn es denn einer ist – irritiert.


    empfohlen:

    • jedenfalls bauchspeicheldrüsen-blutwerte abwarten – obwohl hund keinerlei schmerzreaktion im unterbauch zeigt und bauchspeicheldrüsenerkrankungen immer äußerst schmerzhaft sind
    • US-kontrolle am mittwoch – wie von TK verordnet, um festzustellen, ob der vermeintliche lymphknoten sich verändert hat
    • ggf. gastroskopie, die zwar teuer, aber sinnvoll sei, weil sie an stellen (dünndarm) herankommt, die mit röntgen und US nicht aussagekräftig untersucht werden können
    • punktierung LK/zysten/irgendwas-gebildes zu riskant, weil zu klein; wenn, dann gewebsentnahme per OP (laparotomie).

    TA hat verdacht auf: bakterielle infektion (würde vergrößerten lymphknoten erklären) oder hakenwurm (würde die akute leichte anämie + erbrechen + darmproblem erklären) …


    bisherige vorgangsweise – absetzen des low fat dosenfutters + abbruch der medikamentösen behandlung = ok. ebenso die schonkost(zusammenstellung) und heilerde-zusatz (s.o.) – allerdings ohne joghurt oder cottage cheese, mit denen die heilerde verabreicht worden ist, weil milchprodukte manchmal schleimigen kot verursachen.
    weiterhin in ca. 5-6 portionen über den tag verteilt füttern.
    nach 1-2 tagen ein entzündungshemmendes medikament verabreichen – jedenfalls nicht das heftige, auf das der zustand sich verschlimmert hatte.
    weitere befunde abwarten.


    kaum sind wir zuhause, erbricht mein hund – eine sehr kleine menge helle, leicht schaumige flüssigkeit. oder sollte ich sagen: sie hustet's raus?? ist aber schnell wieder „normal“. vllt. eh verständlich, weil sie bis dahin heute noch kein futter bekommen hatte…


    sie ist insgesamt recht munter. war gestern ausgiebig in den weingärten spazieren und wollte heute schon am frühen morgen ins grüne fahren. wälzt sich im gras. ja, sie macht vielleicht öfters mal kurze pausen? hat appetit. und gute laune.


    und ich mach mir natürlich sorgen, weil dieser zustand des immer wieder erbrechens und schleimigen kot oder durchfall habens ja nicht auf dauer hingenommen werden kann.


    recherche (im IN): würmer, diverse. :id: hund beleckt seit einigen wochen - obwohl kastriert - recht häufig und intensiv die vulva-after-region...
    und: beruhigend ist nicht, was ich über parasitäre würmer und - insbesondere - rohes (futter)fleisch lese. (nein, nicht auf HP's von pharmafirmen oder hundefuttererzeugern; auf websites von naturnahen hundehaltern.) meistens kaufe ich fleisch, das für menschlichen verzehr gedacht ist und beim normalen "menschenfleischhauer"; manchmal aber auch bei einem spezialgeschäft für hundefutter. erst vor kurzem habe ich - zu spät - festgestellt, dass das ablaufdatum auf einer dort frisch gekauften TK-packung überschritten war. das zeug ging in den müll. :cursing:


    mittwoch weiß ich vielleicht mehr.

  • Ähm - im Barfladen wird auch nur Fleisch verkauft, dessen tierischer Lieferant die Fleischbeschau bestanden hat, also für den menschlichen Verzehr liefern durfte.
    Der Barfladen verkauft dann die Reste, die Mensch nicht futtern mag.
    Das Du oder Dein Tier (bei mir halt die Katzen, bei Dir der Hund) sich explizit über's Futterfleisch aus dem Barfladen mit Wurm infizieren, ist genauso wahrscheinlich, wie bei Fleisch vom Metzger für Menschenfutter.


    'ne selbstgefangene Stubenfliege kann bei Verzehr eher 'nen Wurm mitbringen...


    Und kannst Du Deinen Hund beim Spazierengehen davon abhalten, irgendetwas zu beschnüffeln und dann anzulecken?
    Nach allem, was ich so seh, kann das kein Halter. Zeitunglesen mit Nase und Zunge ist für Hunde notwendig und normal - und eine ziemlich sichere Infektionsquelle.



    Alles Gute für das Wuffel.

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

    Tiger 17.06.1997 - 02.02.2016 (beide Einzug 27.12.2006)

    Flocki 17.06.2007 , Einzug Mitte Oktober 2007

    Minka 01.01.1999 - 08.10.2015, eingezogen 25.07. 2012

    Tips 01.04.2002 - 02.07.2016 &

    Taps 01.04.2002 - 12.02.2020 eingezogen sind die Brüder im Juni 2012

    Leonie 01.06. 2009, eingezogen hier 12.03.2016

    Shiyuu 27.05.2011 - 01.02.2021, eingezogen am 31.07.2020


    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:

  • Mir fiel beim Lesen ein, dass ich kürzlich gelesen/gehört habe, dass Reis für Hunde nicht unbedingt die beste Schonkost ist, weil es da öfter auch mal Unverträglichkeiten drauf gibt. Da wurden gekochte, pürrierte Kartoffeln als bessere Alternative empfohlen.
    Das ständige Erbechen und DF könnte ja auch in Richtung Allergie gehen, oder? Und natürlich putzt sie sich dann den Anus: weil's juckt.

  • (fs. 6)
    kurz zu den beiden reaktionen:

    • ad siru: mit einem einwand dieser art habe ich fast gerechnet. das ist zwar richtig, allerdings bin ich da nicht ganz so sicher, weil vom optischen und vom olfaktorischen her der einduck entstanden ist, dass in dem auf hundefutter spezialisierten geschaeft - ladenkette - anscheinend fleisch verkauft wird, das beim "menschenfleischhauer" nicht mehr verkaeuflich waere. tatsaechlich aber hat hund sich auch schon einmal einen praechtigen, schliesslich 120 cm langen bandwurm (mit hoher wahrscheinlichkeit) vom lamfleischhaendler eingehandelt. er - der wurm - befindet sich nun in spititus eingelegt in der ordination unseres TA. misstrauen ist jedenfalls klug.
    • ad holla: dieses argument ist mir auch bekannt, wobei auch kartoffeln in der hundeernaehrung (nachtschattengewaechs) nicht so toll sind. beides kommt ueblicherweise bei uns in des hundes futterschuessel nur hoechst selten vor. ich wusste aber, dass mein hund grundsaetzlich nicht negativ auf reis reagiert.

    ABER der aktuelle status ist ohnehin ein anderer - und leider zutiefst verstoerender. wuermer waeren mir lieber.


    gestern kontroll-US in der TK.
    ergebnis: das nicht eindeutig bestimmbare gebilde zwischen bauchspeicheldruese und milz hat sich von 1,3 cm durchmesser auf 1,8 cm durchmesser vergroessert. zusaetzlich erschien im US-bild ein LK-"paket" aus 2 vergroesserten lymphknoten. (ich hab's leider selbst gesehen.) alle anderen organe sind voellig o.b.
    TA-vermutung: schaut nach tumorgeschehen aus.
    daher feinnadelaspiration (= biopsie) unter leichter narkose. durch die biopsie soll abgeklaert werden, ob es sich um ein pankreaskarzinom (bauchspeicheldruesenkrebs) mit lymphknotenbeteiligung oder ein lymphom (lymphdruesenkrebs) handelt.
    der befund ist fuer morgen zu erwarten.


    hund darf wieder alles fressen, was ihm schmeckt und was er vertraegt. sie erbricht nicht mehr und ihr kot ist auch zufriedenstellend (aussen etwas dunkel, aber das kratzt mich nun auch nicht mehr).
    ich habe der schonkost heute wieder - wie ueblich - cdVet fitbarf sensitiv zugesetzt (gemuese- und kraeutermischung) und ihren ueblichen mineralmix sowie eine kapsel lachsoel. ausserdem werde ich jedenfalls auch wieder chlorella ins futter geben (1/2 tbl.). das nebel'sche drainagemittel (globuli) kann auch, so es nix nutzt, nix (mehr) schaden.


    ich recherchiere eben ernaehrung bei krebs und ggf. alternative therapien. mit entsprechender skepsis.


    die therapie der wahl ist bei pankreaskarzinom: nichts mehr; bei lymphom: chemotherapie, die nicht heilen kann, nur im optimalfall lebensverlaengernd wirksam werden kann. ob ueberhaupt, haengt v.a. vom typus des tumors ab, worueber ich morgen mehr erfahren werde.


    lebenserwartung ohne chemotherapie: ca. 4 wochen; mit chemotherapie: nach ende der chemo leben 50% der therapierten hunde noch 1 jahr, 20% der hunde noch ein weiteres halbes jahr. in ausnahmefaellen leben die therapierten hunde noch nach 2 jahren.


    die entscheidung bezueglich einer chemotherapie muss sehr rasch erfolgen, weil - wie unser beispiel zeigt - krebs dieser art aeusserst aggressiv ist und sich sehr schnell entwickelt.


    (meine signatur stimmt nicht mehr. ich laechle nicht mehr und mein hund ist nicht ganz so quietschvergnuegt herumtollend. aber noch merkt man ihr nicht an, dass sie schwer krank ist.)

  • :tr::knuddel: Ach, Chice...



    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

    Tiger 17.06.1997 - 02.02.2016 (beide Einzug 27.12.2006)

    Flocki 17.06.2007 , Einzug Mitte Oktober 2007

    Minka 01.01.1999 - 08.10.2015, eingezogen 25.07. 2012

    Tips 01.04.2002 - 02.07.2016 &

    Taps 01.04.2002 - 12.02.2020 eingezogen sind die Brüder im Juni 2012

    Leonie 01.06. 2009, eingezogen hier 12.03.2016

    Shiyuu 27.05.2011 - 01.02.2021, eingezogen am 31.07.2020


    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:

  • der befund ist da: es handelt sich um ein extrem bösartiges karzinom oder sarkom.
    karzinom geht von schleimhäuten (oberflächenepithelien) aus; sarkom von knochen und gewebe.



    sarkom ist – je nachdem, von welchem organ es ausgeht – eventuell operabel.
    der befund kann nicht feststellen, wo der ursprung des tumors liegt.



    röntgen und US zeigen tumoren nur ab einer bestimmten größe. wenn der tumor darunter liegt, kann ihn nur ein CT erfassen



    die onkologin ist heute nicht in der TK. die behandelnde ärztin in der TK wird mit ihr am montag den befund besprechen und mich dann anrufen. ich darf inzwischen die nachricht „verdauen“ und mir eventuell eine strategie für das weitere vorgehen überlegen.


    mir ist eiskalt.

  • (fs.8 )


    morgen wird in der TK ein speziallungenroentgen gemacht, um festzustellen, ob sich bereits metastasen in der lunge befinden.


    wenn nicht, folgt eine CT (computertomografie), die genauer zeigen soll und kann, wo sich der primaertumor (der tumor, der die vergroesserung der lymphknoten bewirkt) befindet. es besteht eine zugegeben kleine chance, dass es sich um einen singulaeren tumor handelt. befindet er sich an einem organ, das auch per OP zugaenglich ist und ist der tumor klein genug und ohne weitere metastasierung, koennte eine OP "bis ins gesunde" vielleicht sogar heilung bringen.


    angenommen wird, dass der tumor noch sehr klein ist, nachdem er bisher mit roentgen ud US nicht erfasst werden konnte. beide bildgebenden methoden zeigen gewebeneubildungen (neoplasien) erst ab einer gewissen groesse an (ca. 0,8 cm). das koennte fuer eine weitere behandlung von vorteil sein.


    neben einer OP besteht - abhaengig von der art des tumors - noch die moeglichkeit einer chemotherapie. meine persoenliche abneigung gegen chemo fuer hunde (befuerchtung einer empfindlichen einschraenkung der lebensqualitaet) werden von unserem haus-tierarzt, der selbst ein skeptiker "der alten schule" gegen allerlei modernste geraetemedizin und dgl. ist, als nicht vergleichbar mit einer chemotherapie beim menschen bezeichnet. ob sie als mittel der wahl in frage kommt, werden u.a. die morgigen untersuchungen zeigen.


    das befinden meiner kleinen ist wechselhaft: auf - noch eindeutig ueberwiegende - phasen scheinbarer gesundheit mit viel lebensfreude und spass folgen auch phasen des extremen unwohlseins, erbrechen und - seit gestern nacht - deutlich erkennbaren schmerzen im bauchbereich. aber auch in diesen phasen ist sie ansprechbar und zeigt appetit! wenn sie schmerzen hat, bekommt sie - seit heute nach magenschutz durch famotidin - novalgin tropfen, die mehr oder weniger gut wirken. auch diesbezueglich hat unser haus-ta beruhigt: fuer mich stelle sich das schlimmer dar als fuer meine huendin.


    ich hatte ihn heute - nach einer schlimmen nacht, die wir teilweise arm in arm im bett liegend und nur wenig schlafend verbracht haben - wegen der bevorstehenden untersuchungen konsultiert, um ggf auch die euthanasierung in ruhe und wuerde vorzubereiten. sein rat: auf jeden fall noch die untersuchungen machen lassen, um wirklich bescheid zu wissen. so, wie sich meine kleine hundemaus heute vormittag bei ihm praesentierte - normal, lustig, ihn begeisternd begruessend, voller energie und lebensfreude - braechte er es nicht uebers herz, sie einzuschlaefern. das ende sei noch fern, meinte er. (fuer "verschwoerungstheoretiker": er verdient an den untersuchungen nicht einen cent. er verdiente mehr daran, wenn ich meine huendin mit seiner hilfe nur palliativ begleiten wuerde.) und: seiner erfahrung nach gebe es tatsaechlich hunde, die durch OP oder chemo- oder bestrahlungstherapie sehr lange zeit - das meint: auch jahre - bei bester lebensqualitaet weiter lebten.


    die situation ist kaum auszuhalten fuer mich, weil es - zumindest bisher - keinerlei "garantie" gibt, dass eine therapie den zustand bessern oder gar heilen koennte. es gibt auch keine moeglichen schaetzungen, wie lange das leben meines hundes durch eine therapie erhalten werden kann. ich komme daher auch mit deadlines fuer die entscheidung nicht weiter. ich hantle mich von einem schritt zum naechsten und habe nur fest im kopf verankert, dass meine kleine weiter leben wird - mit oder ohne therapie - solange die phasen von "normalen" huendischen lebensaeusserungen, interesse an der umwelt, an menschen und artgenossen, die lust an bewegung - sie strampelt noch immer jeden tag sich auf den ruecken ins gras schmeissend mit allen vieren in der luft und geht mit freude eine stunde lang im freilauf im wald spazieren - und der appetit aufs von mir selbst, nun auf die krebsbedingungen abgestimmt zusammengestellte futter vorhanden ist.


    ein hund lebt immer in der gegenwart. ich versuche, meiner huendin in diesem prinzip zu folgen.

  • (fs. 9)


    unheilbar. definitiv.


    auch die CT konnte den primaertumor nicht unzweifelhaft orten: es kann ein bauchspeicheldruesenkarzinom mit lymphknotenbeteiligung sein - dann wird es sehr rasch vorbei sein.
    die mehreren lymphknotentumore im bauchraum koennen aber auch eigenstaendige tumore sein. eine operation ist jedenfalls nicht moeglich.


    man hat eine laparotomie angeboten, also eine eroeffnung des bauchraums, um genau sagen zu koennen, wo der primaertumor loaklisiert ist und eventuell feststellen zu koennen, ob eine chemotherapie begonnen werden koennte. das ziel kann jedenfalls nicht heilung heissen, sondern nur lebensverlaengerung. ich habe abgelehnt.


    meine huendin wird leben, solange sie ihr leben so genießen kann, wie sie’s jetzt tut. sie bekommt schmerzlindernde medikamente, wenn sie schmerzen hat. wir haben auch was gegen die magenübersäuerung bekommen. ich werde ihr futter zusammenstellen, das das immunsystem stärkt, aber ihr auch schmeckt. ich werde mich hier noch umschauen nach einer gallenschonenden diae, weil heute auc festgetellt worden ist, dass sie einen gallenstein hat. der soll ihr moeglichst wenig beschwerden machen koennen. Wenn die schmerzen und übelkeit überhand nehmen und sie sich nicht mehr begeistert ins gras wirft und mit allen vieren strampelt, sondern nur mehr pflichtgemaess kurze runden geht, um ihre geschaefte zu erledigen – das kann (viele?) tage dauern, wochen, vielleicht sogar monate – wird sie ruhig einschlafen dürfen.


    bis dahin werden wir unsere gemeinsamen tage möglichst fröhlich und abwechslungsreich zu gestalten versuchen. sie ist nach wie vor voller energie und lebenslust. das privileg der vierbeiner ist ja, dass sie schmerzen anders erleben als wir: ohne fragen und grübeln darüber, woher das kommen mag und wohin das führen wird. schmerzen sind scheiße. aber, wenn sie vorbei sind, sind sie auch vergessen. und wenn mensch tröstend daneben sitzt, hat so ein hund viel weniger angst.


    sie schläft nun auf einer eigenen decke in meinem bett, damit ich aufwache, wenn sie erbrechen muss – wie heute nacht. dann beruhige ich sie, wechsle, wenn notwendig, decke und unterlage und lasse meine hand bei ihr. sie tapst öfters mit ihrer pfote nach meiner hand und führt die dann zu ihrem bauch: sie möchte dann dort gekrault werden. scheint ihr gut zu tun. und unter dem kraulen schlafen wir beide wieder ein. es wird sicherlich nicht einfacher werden in den tagen, die auf uns zukommen. aber ich werde das mit meinem hund durchstehen. sie ist länger als 9 jahre an meiner seite, sie hat mich „studiert“ und weiß manchmal früher als ich, was ich will, sie hat mich dazu gebracht, viel nach draußen zu gehen; mit anderen menschen zu reden – auch wenn’s oft nur belangloses zeug war; sie hat mich so oft lachen und lächeln gemacht. kein mensch hat mich je so bedingungslos geliebt wie dieser kleine hund. – no ja, bedingungslos… die bedingung lautete: gib mir futter, streichle mich, lass mich nach draußen, spiel mit mir, sei fröhlich und lebe mir mir im augenblick.


    ich habe die lektion gelernt.
    womit ich auch diesen thread beenden moechte. alles andere kann ich in anderen, vielleicht bereits vorhandenen threads nachlesen bzw. fragen.

  • ;(


    :knuddel:


    ich sperr dann mal zu?


    (Schreib mir 'ne PN/Konversation, wenn ich#s wieder auf machen soll.)


    Eine möglichst lange gute Zeit wünsch ich Euch beiden noch.

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

    Tiger 17.06.1997 - 02.02.2016 (beide Einzug 27.12.2006)

    Flocki 17.06.2007 , Einzug Mitte Oktober 2007

    Minka 01.01.1999 - 08.10.2015, eingezogen 25.07. 2012

    Tips 01.04.2002 - 02.07.2016 &

    Taps 01.04.2002 - 12.02.2020 eingezogen sind die Brüder im Juni 2012

    Leonie 01.06. 2009, eingezogen hier 12.03.2016

    Shiyuu 27.05.2011 - 01.02.2021, eingezogen am 31.07.2020


    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:

  • Nachtrag: Hier geht die - traurige - Geschichte weiter

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

    Tiger 17.06.1997 - 02.02.2016 (beide Einzug 27.12.2006)

    Flocki 17.06.2007 , Einzug Mitte Oktober 2007

    Minka 01.01.1999 - 08.10.2015, eingezogen 25.07. 2012

    Tips 01.04.2002 - 02.07.2016 &

    Taps 01.04.2002 - 12.02.2020 eingezogen sind die Brüder im Juni 2012

    Leonie 01.06. 2009, eingezogen hier 12.03.2016

    Shiyuu 27.05.2011 - 01.02.2021, eingezogen am 31.07.2020


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