Fragen zu Barfrezepten

  • Hallo ihr Lieben,


    ich barfe noch nicht so lange und hätte ein paar Fragen zur Herstellung der Rezepte, hoffe ich bin hier einigermaßen im richtigen Thread.


    1. Wie groß sind denn eure Rezepte (kg)? Sind es z.B zwei große oder mehrere kleine Rezepte?

    2. Wie viele verschiedene Sorten/Rezepte füttert ihr denn?

    3. Macht ihr einen "Matschtag" an dem ihr alles verarbeitet für z.B 1 Monat oder stellt ihr euch eher öfter hin und macht dafür weniger?

    4. Wie viel Zeit investiert ihr ca. eure Rezept mischt? Hab das Gefühl ich bin total langsam oder habe die falsche Technik... hab letztens für 4,5 kg ungefähr 3 Stunden gebraucht :peinlich:


    Gruß, Sarah

  • Die Antworten variieren.


    Ich hatte große Rezepte.

    In der Anfangsphase bieten sich aber kleinere Rezepte an, wegen des Testens. Ebenso ist sowas immer eine Frage des Alters der Katzen. Bei Kitten wechseln die Bedarfe bei der Berechnung mit dem Kalki ja, es bringt dann nichts große Rezepte bis 20 Wochen Alter berechnet zu haben und dann bleibt davon doch noch so einiges übrig, obwohl sie das bereits überschritten haben. Und es kann halt passieren, dass sie das Futter nicht mehr mögen. Je mehr du davon hast und sie wollen es plötzlich nicht mehr, auf umso mehr bleibst du sitzen und musst es neben neuem Futter, das gefressen wird, lagern.


    Ich hatte für gewöhnlich zwei bis drei Rezepte pro Runde, das war Futter für ungefähr einen Monat.

    Und ja, ich habe einen Tag gemacht. Aber wie häufig, das muss jeder für sich sehen. Das hängt ja von den Lagerungskapazitäten ab, von den zeitlichen, die man investieren kann und auch, was man körperlich schaffen kann. In einem Haushalt, wo zwei Leute zusammen dran arbeiten, lässt sich viel mehr verarbeiten, als wenn eine:r alles allein tun muss.


    Bei mir haben ca. 5 kg Fleisch ingesamt um die 7 h gebraucht. Das bedeutete die Arbeitsfläche erstmal freizuräumen (ich habe nur ein Stück von ungefähr 1 m Breite, das ich im Alltag anderweitig nutze), hinräumen, was ich brauche, alles verarbeiten, abpacken, einfrieren und anschließend aufräumen/abwaschen, den Ursprungszustand herstellen und duschen.

    Du bist also nicht unbedingt langsam. Hinzu kommt, dass Routine teils auch noch dafür sorgt, dass du schneller werden könntest. Und es geht ja auch nicht darum, am schnellsten zu sein. Im schlimmsten Fall, vergisst man dann was.

  • Ich mach kleinere Rezepte - zum austesten bei neuem Katz im Haus so 1 kg Fleisch und absolut sortenrein.

    Ansonsten so, das ich aus einem Rezept 15 Tages- bzw. 30 Halbtagesrationen rauskrieg.

    In der Regel waren das bisher so 2 bis 4 kg Fleisch je Rezept. Je nach Anzahl der zu versorgenden Katzen (genauer: nach der zu versorgenden Katzenmasse in kg ...) in Abhängigkeit der Gefräßigkeit (im Kalki: der Aktivität) der Katzen


    Bislang waren das hier eher fressfaule Wesen, meine "Neue" scheint normal bis sehr verfressen zu sein...


    Und ich hab immer so 6 verschiedene - bevorzugt sortenreine - Rezepte je Katzengruppe.

    Und immer für 1/4 Jahr Futter in einer Futtermachsession.

    Wobei die Session sich dann über ca. 1 Woche hinzieht.


    Ich hab aber auch viel Platz - ich kann die Menge portioniert abgepacktes Barf lagern.


    Für ein einzelnes Rezept brauch ich zwischen 35 Minuten (alles fertig geschnitten/gewolft gekauft, anmischen mit Fertigsuppie) und 1 Stunde 30 Minuten (dann ist alles selberschneiden angesagt) inclusive verpacken der Portionen.

    In der Regel mach ich 2 Rezepte am Tag - dann brauch ich mir auch um die Gefrierleistung meiner truhe keinerlei Gedanken machen: Das schafft sie locker.


    Wirkliche Zeitunterschiede ergeben sich nicht aus der Fleischmenge (30 Töpfchen vollwiegen ist 30 Töpfchen vollwiegen, egal, ob das 2, 3 oder mehr kg Fleisch sind) und auch nicht so wirklich aus dem abwiegen der Suppies (okay, 1 x Felini Complete ist in weniger als 'ner Minute erledigt, einmal der komplette Satz Einzelsuppies von Leber über Eierschale bis Taurin dauert natürlich länger), der größte Unterschied liegt im Fleisch. Bereits passend geschnitten gekauftes ist Tüte auf, rein in die Schüssel.

    Fleisch am Stück dauert beim schneiden schon. (Wie lange wolfen dauert, hängt am Wolf. Da gibt's solche und solche. Handwerksgeräte ziehen sich 5 kg in weniger als 2 Minuten durch, haushaltsübliche Wolfe sind da schon länger beschäftigt. Und brauchen ggf. auch schon mittendrin mal 'ne Pause.)


    Ach ja - ich bin Wirtschafterin der städtischen Hauswirtschaft. Arbeitsablaufplanung gehört mit in's Berufsbild... und auch, wenn ich für mich selber da eher lässig unterwegs bin: Meine Zeiten sind nicht unbedingt mit denen eines Haushalt- und-Küche-passiert-halt-Täters vergleichbar.

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

    Tiger 17.06.1997 - 02.02.2016 (beide Einzug 27.12.2006)

    Flocki 17.06.2007 , Einzug Mitte Oktober 2007

    Minka 01.01.1999 - 08.10.2015, eingezogen 25.07. 2012

    Tips 01.04.2002 - 02.07.2016 &

    Taps 01.04.2002 - 12.02.2020 eingezogen sind die Brüder im Juni 2012

    Leonie 01.06. 2009, eingezogen hier 12.03.2016

    Shiyuu 27.05.2011 - 01.02.2021, eingezogen am 31.07.2020


    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:

  • Och, ich habe früher bei kleineren Rezepten (1-2Kg) eigentlich genauso lange (und länger) gebraucht wie jetzt für 3-4 Kg (außer wenn viel schneiden dazu kommt).


    Ich haue zwar fast alles durch den Wolf mit der 16er Lochscheibe, aber der Einfüllstutzen verhindert, daß ich ganze Frostpakete da ohne schneiden durchjagen kann.


    Ich bin meist zwei Tage mit jeweils circa 6 Kg dran, weil ich bestimmt keinen ganzen Tag in der Küche verbringen will und auch die Truhe (ich habs mal gelesen:id:) glaube 10Kg in 24Std. schafft...


    So komme ich für vier bzw. 3 Katzen dann etwa einen Monat hin. Leider ist die Truhe "zu klein" mit 215Liter.

    Aber noch größer hätte ich halt dem weiteren menschlichen Mitbewohner kaum erklären können:ungeduld:.



    Je nachdem, wie viel oder wenig abgelenkt ich Futter machen kann (und ich nicht viel pausiere) bin ich mit Allem (Hinräumen, machen, portionieren, in den Froster sortieren, aufräumen und putzen) etwa in drei vier Stunden durch.


    Also mache ich jeden Monat mindestens 4 Rezepte und bevor ich nix mehr habe mache ich schon wieder neues Futter.

    In der Truhe habe ich nach Fellträger-rezept und Federträger-rezept sortiert.

    Die werden dann auch noch untereinander gemischt, wobei die "frischeren Rezepte" vermehrt nach "hinten" (in der Truhe dann eben nach unten) gepackt werden.

    Ganz nach dem Prinzip: First in, first out.


    Das heisst, daß ich also auch jetzt noch Rezeptreste aus Juli und August dabei habe und somit auf locker 12 verschiedene Rezpte im Froster komme.

    Falls ich zwischendrin so absolut keine Zeit finde wird auch mal was Schnelles (meist weniger/kleiner) zwischendurch angerührt, damit ich für meine Sortiererei noch genug Päckchen habe um weder täglich nur (Beispiel Federträger) nur Huhn zu verfüttern, noch nur "neue" Rezepte (sondern auch die gut "marinierten").

  • Also erst einmal vielen Dank für eure ausführlichen Antworten, das hat mir schon mal geholfen.

    Dann werde ich denke erstmal weiter mein Rezepte von 3-4kg matschen und dafür lieber öfter, als den ganzen Tag in der Küche zu stehen :).

    Wie lange die dann halten mal schauen, hab in anderen Threads ja schon öfter geschrieben das wir noch in der Umstellungsphase sind und ich noch am herausfinden bin wie viel Barf die Beiden am Tag fressen. Momentan sind es ca. 400-500g am Tag.


    Momentan bestelle ich das Fleisch hauptsächlich in Stücken, wobei ich die fast alle noch nachschneiden muss weil sie zu groß sind. Jetzt bin ich gerade am überlegen ob es sinnvoll ist wenn ich mir in Zukunft einen Fleischwolf kaufe.

    Bekommt man damit auch kleine Stücke raus, bei denen sie noch kauen müssen um auch die Zähne vielleicht ein wenig zu reinigen?

  • Kommt auf den Wolf an.

    Wenn das einer ist, wo Du mit Vorschneider arbeiten kannst, gibt das schon so was wie Geschnetzeltes.

    (Kleines gastrogerät. nicht hübsch anzuschauen, aber mit Wumms, Dauerlauftauglichkeit, und eben auch der Möglichkeit gröbere Stücke statt nur Pamps zu produzieren.)

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

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  • Ne, nicht wirklich.

    Zum einen, weil ich keine direkten Kontakte mehr hab (Großküche hab ich lange nicht mehr gemacht)

    und zum andern, weil ich privat ewig einen ollen Jupiter genutzt hab, und vor ein paar Wochen ist mir ein Beem Panther zugelaufen. (Beide Haushaltswölfe gibt's nicht mehr zu kaufen, zumindest der Beem könnte wohl etwas gröberes produzieren...).


    Rein vom lesen her: Guck da mal durch. https://www.beeketal.de/fleischereiausstattung/fleischwoelfe


    (Ich hatte dunnemals ganz was anderes gesucht, als Wölfe...)

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

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