[Austausch] Rezension zu "BARF für Katzen - nach dem Beutetierprinzip" von Franzisca Flattenhutter

  • Hier könnt ihr weiterlesen.

  • Wow, das war echt ne tolle und ausführliche Rezession! Respekt! 👏👏👏

    Als Anfänger habe ich mir das Buch gekauft und die Hoffnung gehabt, damit endlich das Thema BARF zu kapieren.

    Verstanden habe ich vieles aber nicht und am Ende des Buches war nicht viel schlauer als vorher. Mir hat das Buch von Fiedler geholfen in Kombi mit all euren Hilfen im Forum hier und der tolle Kalki. Nachdem ich mit dem Kalki arbeite ist mir auch klar geworden wie ungenau das Beutetierprinzip ist.

  • Ungenau spielt nicht unbedingt eine Rolle, wenn eins auf bestimmte Dinge achtet. Das Prey-Barf ist durchaus eine geeignete Möglichkeit, Katzen zu ernähren. Wenn das entsprechende Wissen vorhanden und beachtet wird. Es ist mir wichtig, das anzusprechen, denn ich sage mit meiner Rezension nicht, dass Suppi-Barf die einzig gute Art ist, Katzen zu ernähren. Das Buch ist nur einfach keine gute Quelle, um Prey-Barf zu erlernen.

  • Ich habe Frau Flattenhutter vor ein paar Jahren mal selbst kennengelernt über eine Diabetesbetreuung. U.a. hatte ich auch von ihr erstellte Rezepte für den Diabeteskater gesehen und genau das was du aufzählst, war auch in den Rezepten zu sehen. Zu der Zeit habe ich mit dem Thema Barf erst angefangen, aber eine Bekannte war hier im Forum schon sehr aktiv und hatte sie auf einzelne Fehler hingewiesen: zum einen war ein grober Rechenfehler beim Jod und auch ein völlig falsches Ca:P Verhältnis das Hauptproblem.


    Den Rechenfehler hat sie noch eingesehen, auf alle anderen Diskussionen ist sie nicht eingegangen. ... dass sie da jetzt noch ein Buch raus bringt, oh nein 🙈

    Fibi - Neva Masquarade (*08.05.2022)

    Lotte - sibirische Katze (*08.05.2022)

    Ludwig - Neva Masquarade (*11.05.2017)


    Sternenkätzchen:
    Sari
    - sibirische Katze (*22.03.2018 †23.06.2022)

    Trixi - Langhaarmix (*17.06.2008 31.05.2018)

  • Im Buch liegt ja nicht einmal ein Rechenfehler beim Jod vor, denn die Bedarfsspanne ist ja gegeben. Dass wir hier - und auch andere - eher niedrig ansetzen (was den Bedarf nicht verlässt, nur eben ganz weit unten), kann natürlich Ansichtssache sein, selbst wenn ich das mit dem Wissen um eine mögliche Begünstigung von SDÜ nicht vor mir selbst rechtfertigen könnte, höher anzusetzen.


    Ansonsten ist es natürlich so, dass dieses Prinzip - also Prey-Barf im Allgemeinen, ebenso jegliche pauschale Supplementierung, zu der auch die ganzen (Teil-)Komplett-Präparate und ebenfalls Grundrezepte zählen) - nie so exakt sein werden wie das Suppi-Barf. Das macht pauschale Herangehensweisen nicht per se negativ.

    Im Falle des Buches ist es die Summe aus den von mir aufgeführten Punkten (und weiterer, die ähnlich oder weniger gewichtig sind).


    Ich finde es schade, denn sie führt insgesamt durchaus einige gute Aspekte im Buch auf, die aber eher allgemein in Bezug auf Katzen gelten, sich dann aber in der Anwendung fürs Barfen nicht zeigen. Ich denke, dass sie in ihrer grundsätzlichen Einstellung wirklich gut sein kann, aber die Umsetzung im Buch ist leider nicht gut.


    Im Übrigen weiß ich, dass bei einer Veröffentlichung im Verlag durchaus auch Grenzen durch den Verlag gesetzt werden können. So weiß ich beispielsweise nicht, ob die von mir angeführten Kritikpunkte hinsichtlich der Schreibweise des Wortes "Barfen" im Buch oder der Verwendung des generischen Maskulinums durch sie selbst so vertreten werden oder der Verlag dies vorgegeben hat. Und das kann - rein theoretisch - auch für andere Aspekte gelten.

    Ebenso habe ich gesehen, dass die Lektorin dieselbe ist, die für diesen Verlag auch das Buch von Petra von Quillfeldt lektoriert hatte. Meine Einschätzung zu diesem anderen Buch ist ja nicht wirklich besser als zu diesem jetzt. Auch da können Zusammenhänge bestehen, ob sie es tun, weiß ich nicht.

  • Auch von mir einen herzlichen Dank für deine tolle und fundierte Rezension.

    Ich war wahrlich gespannt und habe ehrlicherweise auch nicht viel anderes erwartet. Vielleicht gehofft. Denn Vieles was Franzisca macht, finde ich richtig gut. Sie wagt sich auch an die Sterbebegleitung der Tiere heran und spricht darüber. Dem Thema weichen doch die meisten THP eher aus.

    Und mir gefällt irgendwie auch ihre Wortwahl, wenn es um die allgemeine Ernährung geht. So sagt sie dass es vergleichbar ist, wenn eins seiner Katze TF mit kaum Fleischanteil füttert und einem Kaninchen dafür Hackfleisch mit Petersilie serviert. Oder ein orange gefärbtes Würstchen, welches aussieht wie eine Karotte. Ungeachtet dessen, dass das Kaninchen wohl kaum zuschlagen wird und der Vergleich reisserisch scheint, so verstehen Menschen oft nur so, was eins ihnen sagen will.


    Dass da jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach das vermeintlich umfängliche Wissen zum barfen empfindliche Lücken aufweist, habe ich leise vermutet.

    Besonders enttäuschend ist irgendwie ja auch, dass sie bereits lange Zeit entsprechende Beratungen macht, auch wie von Claudia86 beschrieben, bei Sonderfällen. Das löst dann vielleicht das eine Problem, aber erzeugt in der Folge ein neues. Und genau das ist doch, was böse Zungen der Spezialfütterung vom TA vorwerfen. Und umgekehrt bei Anwendung für Skepsis beim TA sorgt, gerade weil von einer "Ernährungsspezialistin" empfohlen und zusammengestellt.

  • Und genau das ist doch, was böse Zungen der Spezialfütterung vom TA vorwerfen. Und umgekehrt bei Anwendung für Skepsis beim TA sorgt,

    Ich habe meine Gründe, warum ich THPs weit weniger über den Weg traue als Tierärzt*innen, selbst wenn letztere Spezialfutter verkaufen sollten.


    Ganz ehrlich, ich könnte einen Wochenendkurs für Ernährungsberatung belegen, damit ich einen schicken Zettel habe, der mir die Teilnahme an so etwas bescheinigt. Ich hätte das Wissen dazu, daraus sogar eine vernünftige EB zu machen.

    Ich will es nur ganz einfach nicht. Ich gebe nichts auf EB im Allgemeinen und auf alle EBs, die ich bisher genauer gesehen habe im Speziellen. Ausnahme könnte eventuell eine Tierärztin mit Schwerpunkt Ernährung sein. Aber alle anderen haben mir nicht zugesagt. Und so oft wie ich deswegen gegen EBs argumentiere und dafür plädiere, sich selbst einzulesen und dann eigene fundierte Entscheidungen treffen zu können, würde ich mir widersprechen, böte ich EB an.


    Ansonsten lag meine Erwartungshaltung genau bei dem, was es geworden ist. Ich erwarte einfach nicht mehr, dass ein Barf-Buch gut sein wird, bis es mich vom Gegenteil überzeugt.

  • Einige Bücher werden seit Jahren konstant verkauft. Ich gehe nicht davon aus, dass die Einnahmen zum Leben reichen, aber ein Zuverdienst ist es dann schon (oder Kostendeckung bei denen im Selfpublishing). Das ist ein weiterer Punkt, weswegen ich darauf verzichte, ein Buch zu veröffentlichen.

  • Kaishiki also rein theoretisch wäre eine EB von dir sicher sehr gut, aber ich glaube du und die Menschen, die daran teilnehmen, würden sich ganz schnell unbeabsichtigt in die Haare kriegen, weil es manchmal so "einfach" ist, dich falsch zu verstehen, zumindest beim Schreiben. Persönlich kann ich das nicht beurteilen. Ich hab das jetzt bloß ein paar Mal mitbekommen, dass sich gerade neue Mitglieder schnell angegriffen gefühlt haben. Das liegt aber eher an denen, als an dir.

  • Nun ja, eine Geschäftsbeziehung ist auch noch mal etwas anderes als ein Forum.

    Im Endeffekt ist EB zwar oft schon irgendwie auch Beratung, aber ich denke, gerade wenn es um Barf geht, vor allem die Berechnung für die Tiere der Leute.


    Aber zum Glück wird das keine Rolle spielen.

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