Beiträge von Labahn

    Ich habe zwar mit laktierenden Katzen keine Erfahrung, aber die Werte lassen ganz klar auf die Bedarfswerte laut Horzinek/Wanner bis 2 Welpen schließen. 138mg Ca/kg KM und 83mg P/kg KM und demzufolge ein Verhältnis von 1,66/1. Das macht ja auch Sinn, da in Milch auch ein höheres Verhältnis als 1,15/1 vorliegt.


    Erstaunlicherweise wird das Verhältnis bei 3-4 Welpen sogar geringer, und bei >4 zwar wieder größer, aber nicht so groß wie bei <3. Allerdings nehmen die absoluten Werte um Einiges zu.

    aaaaber, die Veränderung des Aktivität könnte im Fall von @FHM s Don Sphynx die Lösung sein.
    Bei sehr aktiv geht der Kalkulator von 30 g Fleisch pro kg Katze und bei extrem sogar von 33 g.
    Entsprechend weniger ist dann der Fettgehalt. Weil der Kalkulator ja die schon erwähnten 70 kcal pro kg Katze erreichen will.

    Es geht FHM doch aber bedarfsbedingt eigentlich um die höhere Energiedichte im Futter und nicht speziell um den Proteingehalt. Ein erhöhter Energiebedarf lässt sich aber am Besten über die Fettzugabe steuern.


    Ich würde auch erstmal normal aktiv rechnen und schauen wieviel sie nach einer Weile tatsächlich davon fressen. Und dann kann man noch immer in der Einstellung normal aktiv die Fettzugabe nachjustieren. Mit oder ohne Fell, der Sommer kommt für alle. Und falls dann doch noch immer sehr von der Menge abgewichen wird, kann man weitersehen.

    Jain, also können schon, aber ich würde ein paar Änderungen/Anmerkungen anbringen, die sich erfahrungsgemäß als sinnvoll erwiesen haben.


    Wie schon geschrieben würde ich den Fettgehalt ein wenig reduzieren. Der Kalki geht beim Energiebedarf von einem sehr hohen Wert aus, der auch bei deinen Tieren höchstwahrscheinlich nicht besteht. Mit 80% bei der Energie bist du ersteinmal besser beraten. Gut, dass ist jetzt die Rechnung des Kalkis anhand der ausgewählten Fleischsorten, dass sieht in Natura meist nochmal ne Ecke anders aus mit dem Fettgehalt. Daher nach Augenmaß erstmal mit 7-10% Fettgehalt anteilig an der Fleischmenge. Dein Wert liegt momentan ca. 30-100% über den Werten der natürlichen Beute.


    Zu fettig mögen viele Tiere, gerade wenn es auf den Sommer zugeht, nicht. Lieber langsam an die Menge herantasten, bevor du eine Menge Futter "wegwirfst". Das wäre auch mein zweiter Punkt. Nicht gleich eine so große Menge auf einmal machen. Lieber erstmal mit 1-2kg testen.


    Einige deiner Supplemente gehören in der Datenbank noch an die tatsächlich von dir verwendeten angepasst. Einige gibt es nämlich mittlerweile nur mit veränderten Werten zu kaufen. Seealgenmehl und Dicalciumphosphat sind mir da aufgefallen.


    Weizenkeimöl und Fortain wird oft nicht wirklich gemocht und muss dann entweder langsam eingeschlichen, oder ganz durch etwas anderes ersetzt werden. Statt Weizenkeimöl empfehle ich zudem Vitamin E Tropfen von Allcura. Sehr ergibig und erhöhen den Fettgehalt im Futter nicht so extrem. Statt Fleischknochenmehl machen sich reines Knochenmehl oder Dicalciumphosphat besser. Oder eben direkt Knochen im Futter, falls sie es mögen. Außerdem reicht beim Phosphor eine Supplement aus, nur weil zwei Möglichkeiten zur Auswahl stehen muss man diese nicht unbedingt verwenden. Es macht eigentlich nur Sinn, wenn du Reste aufbrauchst und daher mischen musst. Magnesium musst du eigentlich auch gar nicht supplementieren, die Werte liegen auch ohne dieses schon in der Norm.


    Ansonsten sieht das Rezept eigentlich ganz gut aus.


    PS: Bei der Aktivität hast du normal aktiv ausgewählt?

    Ich musste jetzt auch ein paar Mal lesen, um dein Anliegen besser zu verstehen.


    Wie Kuhkatze bereits schrieb ist der Vergleich mit Fertigfutter nicht unbedingt sinnvoll. Die genannten Kriterien beim Katzenfertigfutter sind nicht in Stein gemeiselt, sondern einfach eine grobe Richtlinie. Daher ist die Übertragbarkeit auf Barf auch eher eingeschränkt.


    Man muss beim industrieellen Katzenfutter die Verdaulichkeit berücksichtigen. Durch den vergleichsweise höheren Bindegewebsanteil im Fertigfutter ist diese nicht mit Barf aus vorwiegend Muskelfleisch vergleichbar. Die Fress- und Kotmenge sind ein sehr gutes Indiz dafür.


    Worauf du achten solltest, dass der Fettgehalt im Futter zwischen 7-10% der Fleischmenge ausmacht. Muss man einfach die Tiere beobachten und in etwa abschätzen. Bei Nacktkatzen wird der Energiebedarf sicher höher ausfallen, aber das regelt man am Besten über den Fettgehalt. Fett liefert ja mehr als die doppelte Energiemenge im Vergleich zu Protein und Kohlenhydraten. Dann ist das Futter auch mit Sicherheit energiereich genug. Wenn du die Futtermenge zudem nicht begrenzt, dann brauchst du dir wegen des Energiegehaltes auch gar keine Gedanken zu machen. Den Proteingehalt würdest du auch nur über eine Fettreduktion hinbekommen, da dies die beiden Hauptanteile im Futter sind und der Fettgehalt in deinem Rezept relativ hoch ausfällt. Meine würden es so vermutlich nicht fressen, aber da hilft nur ausprobieren.


    Auch der Rohaschegehalt fällt im Kalkibarf bedeutend geringer aus, da die Mineralstoffe (die ja den Hauptteil der Rohasche ausmachen) nur moderat nach den Bedarfswerten zugesetzt werden und ebenfalls keine größeren Getreidemengen vorhanden sind, die Verunreinigungen mit sich bringen könnten. Wobei sich bei gesunden Tieren über den Rohaschegehalt als Kriterium sicher auch streiten lässt. Als Summe von verschiedenen Mineralstoffen und Verunreinigungen ist der Rohaschegehalt aber sowieso nur beschränkt aussagekräftig.


    Ebenso hat man sich bei der Beurteilung des Rohfasergehaltes einfach eine Runde Zahl vorgenommen, die in etwa mit der bei der natürlichen Beute vergleichbar ist. Aber auch hier muss man einfach nur schauen, wieviel die Tiere tatsächlich benötigen. Manche benötigen, dass der Kotabsatz funktioniert, ein wenig mehr und andere wiederum gar keine im Futter. Mit den vorgeschlagenen 5% der Fleischmenge in Form von Feucht-/gequollener Masse machst du aber sicher nichts falsch, da diese eben als Ballaststoffe dienen und sowieso kaum bis gar nicht verdaut werden.

    Wanner meint, dass man mindestens die 5-fache Menge des Bedarfs der Katze zuführen muss, damit sie ihren Bedarf decken kann.Da gab es hier schon ganz ganz viele Diskussionen.

    Eine Erklärung für das höheres Angebot an Vitamin A bleibt er allerdings schuldig. Lediglich die Tabelle deutet es an. Die anderen Tabellen weisen hingegen die 100IE für adulte bzw. 200IE für Kitten aus. Genau wie er die Richtwerte beim Alleinfutter mit 500IE pro 100g TM angibt, welches im Schnitt 100IE in 100g Feuchtmasse entspricht. Wenn ich jetzt mal die durchschnittliche Fressmenge bei Dosenfutter ansetze, dann wird nach dieser Tabelle keineswegs der 5-fache Bedarf über das Futter zugeführt.


    Ich versuch aber hier auch ganz sicher niemandem zu empfehlen oder gar vorzuschreiben, wie er oder sie mit dem Vitamin A umzugehen hat.

    Ansich liegen uns die gleichen Quellen (Horzinek/Uni Zürich) für die Bedarfswerte zu Grunde. Also 100IE pro kg KM bei adulten Tieren. Allerdings halte ich die im Kalki hinterlegten 500IE für eine Fehlinterpretation bzw. einen Fehler in einer der Tabellen aus dem Wanner Script zur Ernährung der Katze. Zum Vergleich kann man aber noch die Bedarfswerte von Strombeck oder dem NRC (2006) zu Grunde legen, die nocheinmal eine ganze Ecke unter den 100IE liegen. Daher denke ich fahre ich mit den 200IE ganz gut.

    Hier wird Bierhefe ja ganz gerne genommen. Wenn das Futter ausnahmsweise mal nicht so richtig schmecken will animiert diese darübergestreut sogar sehr zuverlässig es doch zu fressen.


    Auch der Vitamin B Komplex von Ratiopharm macht keine Probleme im Barf, aber die Menge ist eben auch verschwindend gering. Was meinst du mit dem Orangenaroma? Bei meinem ist keines angegeben, aber würde bei Kapseln ansich auch wenig Sinn machen wie ich finde.


    Auf jeden Fall wünsche ich viel Erfolg beim Ausprobieren. Katzen sind oft einfach sehr eigen...




    @Labahn: Du gibst ja weniger Leber und supplementierst Folsäure und Bierhefe. Wie sehen denn dann in deinen Rezepten die B1-Werte aus? Und darf ich Fragen, warum du weniger Leber gibst? Tschuldigung, bin neugierig... :peinlich:


    Also ich nehme sehr oft (wenn auch nicht immer) eine Kombination aus ca. 1-2g BH pro kg Fleisch und etwas Vitamin B Komplex und Folsäure bis zur Bedarfsdeckung aller B-Vitamine (Biotin ausgenommen). Aber wie schon geschrieben, wieviel und ob überhaupt B-Vitamine, da lässt sich ja vortrefflich streiten. Sollte es mit Fell, Haut oder Krallen Probleme geben würde ich das aber zum Beispiel in die Überlegungen mit einbeziehen.


    Die geringere Menge an Leber hängt mit den unterschiedlichen Vitamin A Bedarfswerten zusammen. Diese habe ich in meinem Kalki nach unten korrigiert, da mir der Wert mit 500IE pro kg KM zu hoch erscheint. Selbst rechne ich dort mit 200IE, was noch immer mehr als ausreichend ist, wenn man sich die üblichen Bedarfswerte anschaut.

    Sie mag schon so kleine Mengen nicht, die eigentlich in der Suppisoße untergehen? Wie hast du die Bierhefe bisher im Futter denn genau verwendet? Also hast du versucht sie einzuschleichen, gleichzeitig mit anderen Supplementen zugesetzt, oder auch die Supplemente erst durchfrieren lassen? Oder woran genau machst du fest, dass der Schuldige ausgerechnet die Bierhefe ist? Wird das natürlich supplementierte Barf denn ohne gefressen? Bierhefe ist aber auch nicht gleich Bierhefe. Ich habe schon oft gelesen, dass einige Sorten nicht nur weniger bevorzugt, sondern sogar komplett bestreikt werden. Während andere problemlos funktionieren. Katzen eben...


    Der Kalki nimmt für die Bierhefe lediglich einen fixen Wert von 2g pro kg Fleisch an. Bierhefe enthält zwar eine ganze Reihe von B-Vitaminen, aber wie du schon festgestellt hast reicht die Menge eigentlich nicht um alle angenommenen Bedarfswerte bei den B-Vitaminen abzudecken. Auch wenn die Veränderungen selbst recht gering ausfallen, sprechen wir aber sicher trotzdem im Schnitt von einer 10-20% besseren Abdeckung. Beim Vitamin-B Komplex berechnet der Kalki die Menge anhand des Vitamin B1 Bedarfs. Aber die absolute Menge macht ansich nichtmal ein 10tel der Menge an Bierhefe aus. Auf das Fleisch und die restlichen Supplemente ist die Menge wirklich verschwindend gering. Also wenn du es eh im Hause hast, würde ich es trotzdem auf einen Versuch ankommen lassen. Dann hast du auch das Vitamin B1 schon zwangsläufig abgedeckt.


    Natürlich kann man allgemein über die Badarfswerte bei den B-Vitaminen bzw. die Notwendigkeit ihrer Supplementierung streiten. Beim Prey und Franken-Prey wird i.d.R. auch keine Bierhefe zugesetzt. Allerdings wird dort zu möglichst frischem und stückigen Fleisch geraten, um Verluste zu minimieren und es werden insgesamt mehr Innereien verfüttert, die von Hause aus meist mehr B-Vitamine liefern.


    Ich selbst verwende ja grundsätzlich weniger Leber im Barf, als der Kalki in der Grundeinstellung wünscht. Das macht sich dann schon etwas mehr bemerkbar bei den B-Vitaminen. Mit Bierhefe alleine bekomme ich dabei aber auch keine optimale Abdeckung hin. Die Folsäure zum Beispiel supplementiere ich in den meisten Rezepten daher separat.


    Wenn du jetzt aber sagst, dass du die B-Vitamine durch die Abwechslung (die hoffentlich später auch nicht nur theoretisch von deiner Katze angenommen wird) bei deinem Fleisch relativ gut abgedeckt bekommst und auch "kontinuierlich" zwischen den Sorten wechselst (B-Vitamine sind ja wasserlöslich), dann sollte das aber auch so schon passen. Gerade wenn du auch noch verschiedene Fertigpräparate verwendest.

    die Frage ist, welche Implikationen das hat- werden die Kalki- Bedarfswerte angepasst? Es ist halt schon ein Unterschied ob ich 70 mg P /Kg KM als Bedarfswert definiere oder fast die Hälfte...


    Die NRC Werte sind = FEDIAF? gell? Die schreiben bei FEDIAF ja, dass ihre Angaben keine Bedarfswerte sind sondern als minimum- Konzentrationen anzusehen sind für kommerzielles KaFutter....und selbst wenn nicht linear rechenbar: eine 5Kg Katze wird sicher absolut mehr P/Ca benötigen aber relativ sicher nicht?? Eher weniger, oder?


    Warum sollte man die Kalki Bedarfswerte anpassen? Es sind einfach andere Bedarfswerte. Wer sagt dir denn welche "richtiger" sind? Sind höhere Werte gleich schädlich? Oder ist es eher so, dass wenn man den Körper am absoluten Minimum versorgt es eher Probleme geben kann?


    Strombeck empfiehlt sogar 128mg/kg KM beim Calcium und 96mg/kg KM beim Phosphor. Wie rechnest du Tiere während Wachstum, Gravidität, oder Laktation? Hast du mal eine durchschnittliche Maus mit den Werten gegengerechnet? Warum fallen nach Prey oder Frankenprey gebarfte Tiere nicht reihenweise um?


    FEDIAF richtet sich im Allgemeinen nach den Empfehlungen der NRC. Allerdings werden im Fertigfutter die Empfehlungen oft genug um ein Vielfaches überschritten.


    Grundsätzlich hindert dich aber auch niemand daran, die Bedarfswerte im Kalki selbst anzupassen. Nach welchen Werten du dich richtest kann dir niemand vorschreiben.

    Gerade mal nachgeschaut. Ich denke das ist einfach unglücklich ausgedrückt dort und die NRC Werte sind tatsächlich einfach von einer 4kg "Standardkatze" runtergerechnet. Macht zur Rationsberechnung sicherlich Sinn, aber gilt eben nur für die 4kg Katze, denn die Werte sind bei NRC nicht linear von der KM abhängig.


    Dass die "aktuellen" NRC Werte allgemein niedriger ausfallen ist allerdings nicht neu, denn diese wurden schon 2006 veröffentlicht.


    Edit: Zur eigentlichen Frage, was ich davon halte.


    Es handelt sich um Mindestwerte und ich weiß nicht wie sinnvoll es ist sich immer an den Niedrigsten zur Verfügung stehenden zu orientieren. Es nimmt ja auch keiner seinen Katzen die Mäuse weg, nur weil dort der Calcium- und Phosphorgehalt weit über den gängigen Bedarfswerten liegt.

    Ganz allgemein zur Erinnerung wegen des Wasser-Vorschlags:


    Wenn viel Fett im Fleisch ist oder zugesetzt wird, schlägt der Kalkulator mehr Wasser vor als bei weniger Fett.
    WEIL er einen Wassergahlt von 75 % erreichen will.
    Und Fett hat nun mal sehr wenig Wasser (siehe Schmalzdaten)


    Allgemein mag das zutreffen, aber ich denke diese Überlegung können wir bei diesen Werten außen vor lassen.


    Zitat

    1500,000 g Muskelfleisch 96,634%
    112,800 g Gänseschmalz 4,696%
    2179,659 g Wasser 90,735%


    Wasseranteil: 75 %
    Fettanteil: 4,28 %
    Proteinanteil: 5,73 %


    Und danke für den Link.

    Hallo Gernot,


    du hast lediglich den Fettwert bei den Daten für Lammfleisch angepasst und es als eigene Fleischsorte hinterlegt? Wenn ja, dann passen zwangsläufig schonmal Protein-, Wasser-, und Kaloriengehalt nicht mehr. Aber bei eigenen Fleischsorten ist auch so iwo ein Fehler im Kalki, der die Berechnungen zerschießt.


    Schau dir mal den Vorschlag fürs Wasser an. Der ist ziemlich hoch. Und auch der Proteingehalt kann so nicht wirklich stimmen.


    Mein Vorschlag wäre, einfach eine der mageren Lammfleischsorten zu wählen, die bereits hinterlegt sind. Und Fett einfach nach Augenmaß. Und wenn du trotzdem eine eigene Sorte einpflegen möchtest, eine der vorhandenen zu überschreiben. Wo der Fehler bei den eigenen Fleischsorten genau liegt kann ich dir gerade nicht sagen, die habe ich noch nie verwendet.

    Naja, wenn niemand zu Hause ist, dann wird sowieso viel geschlafen und kaum gefressen. Das sehe ich ja auch bei unseren. Aber wenn wir zu Hause sind, dann verlangen sie öfter mal nach einem kleinen Snack.


    Barf kann man aber auch einfach länger stehen lassen oder einen Futterautomaten verwenden. Ich würde es von deinen Tieren abhängig machen, wie oft du füttern solltest. Möglichkeiten mehrmals am Tag zu füttern hat man auch als Berufstätiger.


    Klar gibt es auch genug Tiere, die mit zwei Mahlzeiten zufrieden sind. Meinen beiden würde das aber sicher nicht reichen. Und es liegt eben auch eigentlich nicht in ihrer Natur. In meiner würde das auch nicht liegen mich zweimal am Tag so vollzustopfen, dass es die restliche Zeit reicht.


    Es gibt übrigens auch Studien, die den Vorteil von mehreren Mahlzeiten über den Tag belegen.

    Was für Gründe sprechen denn deiner Meinung nach für die Reduktion der Mahlzeiten? Wie oft über den Tag verteilt isst du selbst etwas?


    Es liegt eigentlich in der Natur der Katzen, über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Und das kommt meinen beiden eigenen auch sehr entgegen. Wir füttern immer kurz nach dem Aufstehen (was am WE auch mal später der Fall ist) und abends vorm Schlafengehen. Und ansonsten melden sich die beiden bei uns wenn wir zu Hause sind und sie Hunger haben. So kommen wir pro Kater sicher locker auf 5-6 Mahlzeiten am Tag.

    Wie gesagt, die Ursachen können auch ganz woanders liegen. Zu lange Abstände zwischen den Mahlzeiten bzw. dann eine zu große Menge auf einmal können zu Erbrechen führen. Einfach weil der Magen dann übersäuert und dein Tier sich dann erleichtern möchte/muss. Und das geht am Schnellsten da raus, wo es reinkam. Vielleicht sind die Stücke auch zu groß und liegen schwer im Magen. Gerade Kitten neigen auch oft zum Schlingen. Oder liegt vielleicht eine gewisse "Abneigung" gegen die neue Supplementierung vor und dein Tier frisst eher mit langen Zähnen? Oder kannst du einen Zusammenhang mit den verwendeten Fleischsorten herstellen? Gerade Rindfleisch ist da wohl ein Kandidat.

    Hallo,


    also erstmal klingt das für mich nicht zwangsläufig nach einer Allergie, sondern eher nach einer Unverträglichkeit oder gar ganz anderen Ursachen, wie Schlingen, Überfressen, Gastritis usw.


    Was für Barf hast du denn bisher gefüttert? Gab es die Probleme von Anfang an? Wie regelmäßig trat es auf?

    Es scheint sich dabei um eher magere Teile zu handeln. Ich würde es wohl mit Lammkeule vergleichen, da ist auch kaum Fett dran. Während man bei Bauchlappen vor lauter Fett das Fleisch eher suchen muss.


    Der Unterschied zwischen beiden Begriffen bezieht sich meiner Meinung nach eher auf die verwendete Einheit. Während Rohfett dank der Analyse in g angegeben wird, verstehe ich unter Fettgehalt eher den prozentualen Anteil. Allerdings ist dieser in deinem Falle gleich und somit entsprechen die 3,7g auch 3,7% Fett.


    Den Fettgehalt muss man einfach mittels Augenmaß abschätzen, denn auch die analytischen Angaben stimmen dahingehend nicht immer.

    Ohne eine wirkliche Kontrolle würde ich kein Guardacid geben, sondern erstmal auf vermehrte Flüssigkeit im Futter und Bewegung setzen. Ich drücke dir natürlich die Daumen, dass das mit den Messungen noch klappt.


    Fertigsupplemente würde ich grundsätzlich nicht nachrechnen, sondern nach Anleitung verwenden. Dabei gibt es nur Unstimmigkeiten, wie du sie gerade hast. Wenn du wegen des Struvit bei Calcium und Phosphor etwas genauer schauen möchtest, dann rechne diese ruhig nach, aber den Rest lieber nach Anleitung. Und ansonsten eben mit anderen Fertigsupplementen oder natürlich supplementierten Rezepten abwechseln.


    Noch eine Frage zu deinen Supplementen. Hast du die Werte in der Datenbank an deine angepasst?


    Ansonsten sehen deine Rezepte ganz gut aus, also am Umgang mit dem Kalki scheitert das Ganze sicher nicht.

    Easy B.A.R.F. ermöglicht die salzarme Fütterung, selbst bei Verwendung von Knochen/-mehl bzw. bestimmten Krankheitsbildern. Allerdings wird trotzdem zum Salz geraten, besonders wenn nur Muskelfleisch verwendet wird.


    Die Sache mit den Fertigsupplementen ist die, dass oft ganz andere Bedarfswerte und Fleischmengen dafür zu Grunde liegen und das Nachrechnen keinen wirklichen Sinn macht. Daher würde ich mich einfach an die Anleitung halten und lieber mit anderen Fertigsupplementen oder eben natürlichen Supplementen nach Grundrezept/Rechner abwechseln.


    Bei der Aktivität finde ich die Wortwahl ebenfalls äußerst unglücklich und hoffe noch immer auf eine Änderung bzw. Anpassung im derzeitigen oder zukünftigen Rechner, falls er denn irgendwann erscheinen sollte. Man muss sich wirklich die Berechnung anschauen, dann sieht man was gemeint ist. Der Kalki berechnet bei der Einstellung faul; Energie und Nährstoffe auf eine viel geringere Fleischmenge. Das macht Sinn, wenn die eigenen Tiere krankheitsbedingt oder warum auch immer besonders wenig fressen, aber man trotzdem genug Energie und Nährstoffe zuführen will, um sie optimal zu versorgen. Deshalb wird einfach mehr von allem zum Fleisch gepackt. Genauso bei der aktiveren Einstellung, wo Nährstoffe und Energie eben auf eine größere Fleischmenge verteilt werden, um die Tiere nicht unnötig "überzuversorgen". Da würde mir als Ursache eben mangelndes Sättigungsgefühl einfallen, welches sich auch nach längerer Zeit nicht einstellen will.


    Misst du denn selbst regelmäßig den pH-Wert?


    Die Ursache für Struvitkristalle kann neben dem gewichtsbedingten Bewegungsmangel bereits in der Blasenentzündung selbst liegen, da eine bakterielle BE den pH-Wert anhebt und somit Struvit ausfallen kann. Gerade deshalb ist es auch wichtig den pH-Wert regelmäßig zu überprüfen und nicht blind anzusäuern. Denn wenn die BE abgeheilt ist, dann kann der pH-Wert nämlich auch schnell zu sehr absinken und Oxalat begünstigen. Ebenso ist ein Wert von 8 auch nicht unbedingt aussagekräftig, sondern muss in Relation zu Futter, Fütterungsmenge und -zeitpunkt betrachtet werden. Der pH-Wert steigt postprandial nämlich zwangsläufig an und kann dann auch einen Wert von 8 aufweisen, bis er sich 4-8h nach der letzten Mahlzeit hingegen idealerweise im Bereich von 6,2-6,8 bewegen sollte.


    Und wie schon geschrieben, die Aktivität auf normal belassen. Denn diese Einstellung bezieht sich nicht auf die Bewegungsfreude, sondern der Fressaktivität. Mit den anderen Einstellungen werden lediglich Supplemente und Energie auf eine andere Fleischmenge berechnet. Und dann eben bei der Energie die 80% anstreben.


    Bei Struvit finde ich ein Verhältnis von 1,1-1,2:1 in Ordnung. Wobei ich trotzdem den Calciumbedarf selbst schon abdecken würde, da der Kalki relativ moderate (Mindest-)Werte verwendet. Zu viel Calcium ist bei Struvit aber auch nicht das Problem, weswegen deine Absenkung diesbezüglich nicht "förderlich" wäre.

    Fertigsupplemente würde ich an deiner Stelle nicht mit dem Kalki nachrechnen, sondern nach Gebrauchsanleitung verwenden. Für easy B.A.R.F. gibt es einige Rezeptvorschläge auf lillysbar.


    Aber noch ein paar grundsätzliche Dinge zum Kalki. Die Supplemente aus der Datenbank solltest du an deine eigenen anpassen, wenn noch nicht geschehen. Bei der Energie reichen i.d.R. 80% aus, denn der Kalki geht von einem zu hohen Bedarf aus. Also einfach etwas Fett raus.


    Und wegen deiner Anmerkung zur Aktivität vermute ich, dass du davon ausgehst, dass dort die Bewegungsfreude deiner Tiere gemeint ist. Der Punkt bezieht sich aber auf die Fressaktivität und sollte bei den meisten Tieren auf der Einstellung "normal aktiv" bleiben. Denn Nährstoffe und Energie werden dort einfach auf eine andere Fleischmenge berechnet, wenn die Tiere besonders viel oder wenig fressen, um die Nährstoffversorgung trotzdem "optimal" zu gewährleisten.